Herzlich Willkommen im Bauernhäus'l Meißen
"Im Bauernhäus'l in Meißen stammt alles aus der Region: die Zutaten, der Wein, ja selbst das Geschirr. Alles echt sächsisch und dabei offen für Neues. So wie auch die beiden Wirte.
Wer sich dem Bauernhäus'l nähert, kann sich auf seine Nase verlassen - wird geleitet vom Duft von Entenbraten, geschmorten Gänsen, frischem Pflaumenkuchen. Oder knusprigem Brot. Je nach Jahres- und Tageszeit. Der Steinofen im gemütlichen Garten am Rande der Weinberge ist neu, installiert mit Freunden.
Er ist sozusagen im Bauernhäus'l aufgewachsen, seine Mutter arbeitete dort ab den 1960er Jahren als Beiköchin. Frank half aus, entlud die Ware, belegte kalte Platten und packte im Weinberg mit an, der bis 2005 dazugehörte.
Seit 1995 trägt das Bauerhäus'l das Gütesiegel "Besonders empfohlen an der Sächsischen Weinstraße", die das kleinste deutsche Weinanbaugebiet durchzieht. Der Weinbau hat in Sachsen eine lange Tradition, die erste Urkunde stammt aus dem Jahr 1161, vermutlich wurden aber auch schon vorher Trauben gekeltert. 2011 wird das 850. Jubiläum mit vielen Sonderveranstaltungen gefeiert. Die sächsischen Reben wachsen rechts der Elbe auf kleinen, teilweise extrem steilen Hängen. Vor allem die Sorten Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder fühlen sich wohl, insgesamt rund 40 Sorten werden angebaut. Die sächsischen Weine sind traditionell trocken und enthalten meist weniger Alkohol als in anderen Regionen.
Neben dem Wein verbindet Frank Handrick noch eine andere Leidenschaft mit seiner Heimatstadt Meißen: Seit 300 Jahren liefert die weltberühmte Manufaktur handgemaltes Porzellan in die ganze Welt. Schon früh begann Handrick privat Geschirr zu sammeln. Anfang der 1990er Jahre erstand er in einem Werksverkauf kistenweise Teller, Schüsseln, Kannen, Tassen mit den berühmten gekreuzten Säbeln zu günstigen Konditionen. Seitdem wird im Bauerhäus'l ausschließlich von Meissner Porzellan gegessen - vor allem für auswärtige Touristen eine Attraktion." *

Der Gastraum strahlt Geschichte aus. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1639, seit 1850 wird Wein ausgeschenkt. Zinnteller und -kannen aus vergangenen Jahrhunderten hängen an Decken und Wänden. Bilder, Porzellan - alles aus der Gegend. "Früher haben die Gäste auch mal mit Naturalien bezahlt, und immer noch bringen mir Leute Erbstücke als Geschenk vorbei", erzählt Frank Handrick.
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* Dieser hier zitierte Text wurde im Januar 2011 auf Seite 74-77 des Magazins Daheim-in-Deutschland veröffentlicht.